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Die Planung Ihres eigenen Buchprojekts

Die Planung Ihres eigenen Buchprojekts

26. Mai 2019

Als bisher unerfahrener Autor stellt man sich gerade zu Beginn häufig die Frage, wie man ein eigenes Buchprojekt am besten angeht. Investiert man lieber erst einmal viel Zeit in eine gute Planung? Oder schreibt man drauf los und hofft einfach, rechtzeitig mit seinem Buch zum Drucktermin fertig zu sein?

Wir möchten Ihnen für die Planung Ihres eigenen Buchs ein paar Tipps und Methoden an die Hand geben, damit Sie den Weg bis zur Fertigstellung und zum Druck bestmöglich meistern können.

Erst planen oder doch lieber direkt loslegen?

Mit einem gut durchdachten Plan lassen sich Schwierigkeiten mit dem eigenen Zeitmanagement umgehen. Stress und Hektik in den Wochen vor der Abgabefrist und vor dem Drucktermin bleiben ihnen somit erspart Allgemein ist es natürlich eine Typfrage, ob man ein Projekt mit einem Plan startet oder ob man lieber willkürlich arbeitet, ohne konkrete Zwischenziele festzulegen. Im Fachjargon unterscheidet man hier die Outliner, auch als Plotter bezeichnet, von den Bauchschreibern bzw. Discovery Writern.

Die Planer und ihre Methoden

Die Outliner planen Handlung, Struktur und Charaktere, bevor es an das eigentliche Schreiben des Buchs geht. In dieser Planungsphase ist bereits erkennbar, ob die ausgedachte Struktur so funktioniert, wie sie soll. Ist das nicht der Fall, wird die Outline, also der Leitfaden, entsprechend angepasst. Dieser ist allerdings nur ein Hilfsmittel.

Natürlich kann es vorkommen, dass dem Autor noch während des Schreibens neue oder sogar bessere Ideen kommen und somit Änderungen vonnöten sind. Ein Beispiel für eine sehr bekannte Outlinerin ist Joanne K. Rowling, die sich für die einzelnen Buchbände von Harry Potter eine genaue Struktur überlegt hat, bevor es mit dem Schreiben los ging.

Wenn auch Sie ein Fanatiker für Organisation und Planung sind, gibt es verschiedene Methoden, um den Plot für das eigene Buch zu planen: das Arbeitsexposé, die chronologische Tabelle und das Storyboard.

Das Arbeitsexposé

Das Arbeitsexposé ist als eine Art Zusammenfassung für das eigene Buch zu verstehen. Wie detailliert man beispielsweise die Handlung eines Romans beschreiben möchte, bleibt jedem selbst überlassen. Wichtig ist, dass man den Hauptkonflikt für den Roman sowie die Entwicklung der verschiedenen Charaktere plant. Insgesamt ist diese Methode eine ideale Grundlage, wenn man als Autor später noch ein Exposé an seinen Verlag schicken muss.

Die chronologische Tabelle

Die zweite Methode ist die chronologische Tabelle. Damit kann man den zeitlichen Ablauf einer Geschichte darstellen, was sich vor allem für Bücher mit einer streng linearen Handlung, also zum Beispiel historischen Romanen eignet. Auf einer Zeittafel werden einfach Ereignisse, das Auftreten von Figuren und die Orte festgehalten. Sollte es mehrere Zeitebenen in einer Geschichte geben, nutzt man mehrere Zeittafeln nebeneinander.

Das Storyboard

Von einem Storyboard, der dritten Planungstechnik für Outliner, haben Sie sicher schon einmal im im Bereich der Filmproduktion gehört. Damit werden einzelne Szenen mittels simpler Skizzen geplant und visualisiert, die mit einem Comic vergleichbar sind. Auch Autoren nutzen diese Methode für ihr Buch, um Handlungsabläufe darzustellen. Das Storyboard eignet sich besonders für Thriller, Krimis und anderen Geschichten, die sich am Erzählschema eines Films orientieren.

Für die Strukturierung einer eigenen Geschichte gibt es auch einige Programme wie Scrivener mit nützlichen Tools, die für die Planung und Organisation von Buchprojekten am besten geeignet sind.

Die Spontanen

Neben den Outlinern gibt es außerdem die Bauchschreiber, die man auch als Discovery Writer bezeichnet. Wie die Bezeichnung schon verrät, werden die Handlungen und die Figuren der Geschichte erst während des Schreibprozesses entdeckt. Die Kehrseite dieser Methode ist, dass man häufiger Teile der Geschichte streichen oder umarbeiten muss, damit der gesamte Handlungsablauf in sich logisch und strukturiert bleibt und es nicht zu Unstimmigkeiten oder Widersprüchen kommt. Das kann natürlich auch bedeuten, dass man deutlich mehr Zeit benötigt, bis die eigene Geschichte fertig ist. Nichtsdestotrotz funktioniert diese Technik bei einigen Autoren besser, als alles zu planen.

Stephen King zum Beispiel hat in seinem Buch “Das Leben und das Schreiben” (Originaltitel: On Writing) beschrieben, dass er häufig nur einen Ideenfunken hat, wenn er mit dem Schreiben eines neuen Buchs beginnt. Meistens sei das eine Figur, die sich in einer bestimmten Situation befindet. Und wie Stephen King mit seiner Vielzahl an erfolgreichen Romanen bereits bewiesen hat: Aus dem Bauch heraus schreiben kann ebenso gut funktionieren.

Die Erstellung eines effektiven Zeitplans

Setzen Sie sich selbst kleine Zwischenziele und planen Sie Puffer ein.

Unabhängig davon, ob Sie sich nun für die genaue Planung Ihres Buchs oder auch dagegen entscheiden: Sinnvoll ist ein Zeitplan immer, um rechtzeitig ans Ziel zu kommen und auch den Termin für den Druck des Buchs einhalten zu können. “Nicht ist besonders schwer, wenn du es in kleine Aufgaben teilst”, pflegte schon Henry Ford zu sagen. So gliedert man sein Buchprojekt in kleine Portionen und legt für jede jeweils ein Ziel mit einem Datum fest. Das kann mit Hilfe von Tages-, Wochen- und Monatszielen geschehen, je nach dem wie präzise man planen möchte.

Zudem sollten Sie beispielsweise beim Schreiben eines eigenen Buchs zwischendurch Puffer einplanen, da bei jedem Autor auch einmal Schreibblockaden oder andere unvorhersehbare Gründe auftreten können, die den Schreibprozess nach hinten verzögern. Wenn Sie den Puffer nicht benötigen und gut in der Zeit liegen, motiviert das natürlich mehr als seinem eigenen Plan hinterher zu hinken. In der letzten Phase sollten Sie noch Zeit einplanen, um Feedback von anderen einzuholen und das Manuskript gegebenenfalls zu überarbeiten, bevor es in den Druck geht.

Früher Vogel oder Nachteule?

Für das strukturierte Arbeiten kann es auch helfen, täglich Schreibzeiten festzulegen. Auch hier gibt es verschiedene Arbeitstypen, sodass jeder für sich herausfinden muss, was am besten funktioniert. Einige sind morgens am produktivsten, wiederum andere werden erst gegen Nachmittag oder Abend kreativ. Die Wissenschaftler unterscheiden hier zwei Extreme bei Menschen mit von der Norm abweichenden Schlaf- und Wachzeiten. Zwar bewegen sich die meisten Menschen zwischen diesen beiden Extremen, doch wie die innere Uhr eines jeden tickt, ist genetisch veranlagt.

Die Lerchen stehen gerne früh auf und sind schon bei Sonnenaufgang produktiv. In den frühen Morgenstunden können die Menschen, die zu den Frühaufstehern gehören, am produktivsten arbeiten. Eulen-Menschen sind der Gegensatz dazu: sie stehen später auf und sämtliche Aktivitäten werden nach hinten verschoben - zu einem Zeitpunkt, wo sie fitter und wacher sind. Dann ist auch für sie die Zeit für grandiose Einfälle und höchste Produktivität gekommen.

Waren Sie bereits erfolgreich mit Ihrer Buchplanung und sind noch auf der Suche nach einer Druckerei, um Ihr Buchprojekt oder andere Druckerzeugnisse zu realisieren? Dann wenden Sie sich gerne an uns. Unter https://www.bis500druck.de können Sie Ihren Auftrag konfigurieren. Bei Fragen und Problemen können Sie sich jederzeit an uns wenden, entweder per Mail unter info@bis500druck.de oder telefonisch unter der ✆ 03677 - 46 92 43.

Ihr bis500druck-Team


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