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Innovativ, kreativ, intuitiv - Wie man zur zündenden Idee für ein eigenes Buch kommt

Innovativ, kreativ, intuitiv - Wie man zur zündenden Idee für ein eigenes Buch kommt

12. Juni 2019

Bevor man mit dem Schreiben eines eigenen Buchs loslegt, muss man natürlich erstmal eine zündende Idee haben. Dabei ist es schwierig, kreative Ideen zu haben, wenn das Schreiben lediglich ein Hobby ist und man seine Energie hauptsächlich in seinen eigentlichen Beruf investieren muss. Auf dem Weg zur Ideenfindung gibt es jedoch einige Kreativitätstechniken, die man anwenden kann, um ein geeignetes und verwendbares Konzept zu erstellen. Einige dieser Methoden möchten wir Ihnen gerne vorstellen.

Kreativität ist ein sehr vielfältiger Begriff, der heutzutage nahezu inflationär genutzt wird. Insgesamt gibt es verschiedene Ansätze, was diese eigentlich auszeichnet und wie sie entsteht. Ganz allgemein betrachtet wird Kreativität als Fähigkeit definiert, neue, originelle und nützliche Ideen zu haben und leitet sich vom lateinischen Wort “creare” ab, was sich schlicht mit “erschaffen” übersetzen lässt. Doch wie gelingt es einem denn letztendlich, etwas zu erschaffen?

Brainstorming & Brainwriting

Brainwriting ist die Verschriftlichung des Brainstormings

Brainstorming fällt Ihnen hier vielleicht zuerst ein. Diese Methode ist auch ähnlich zu Brainwriting und der bekannten Methode des Mindmapping. Brainstorming wurde bereits 1939 erfunden - von dem US-amerikanischen Autor und Werbefachmann von Alex Faickney Osborn. Bereits seit 20 Jahren in der amerikanischen Werbebranche tätig, stellte er fest, dass regelmäßige Arbeitstreffen die Kreativität seiner Mitarbeiter nicht besonders zu fördern schienen und entwickelte ein Verfahren, um innerhalb von kurzer Zeit möglichst viele neue Ideen zu generieren. Dazu stellte er vier Grundregeln auf:

  1. Keine Kritik üben. In der Phase der Ideenfindung sollen die Vorschläge nicht bewertet werden, um Blockaden oder Grenzen vorzubeugen. Im Vordergrund steht an der Stelle das Sammeln von Ideen.
  2. Je mehr Ideen, desto besser. Quantität geht hier vor Qualität. Die Teilnehmer des Brainstorming sollen sich voll und ganz der Ideenfindung widmen.
  3. Bereits vorhandene Ideen können auch ergänzt und verbessert werden. Oft denkt der eine noch weiter als der andere und es entstehen neue Ansätze, die aus der Kombination, Erweiterung oder Veränderung der Vorschläge resultieren.
  4. Je ungewöhnlicher und verrückter die Idee, desto besser. Auch abwegig denken ist erlaubt. Ideen entwickeln ist oft schwieriger als sie zu verwerfen. Ausgefallenes kann darüber hinaus als Inspiration dienen.

Insgesamt besteht das Brainstorming aus drei Phasen. In der ersten Phase folgt eine Einleitung. Die Teilnehmer des Brainstormings sollen sich mit dem Thema und auch der Methode erst einmal vertraut machen. Phase zwei beinhaltet schließlich die Erzeugung von Ideen unabhängig von deren Qualität. Zu guter Letzt werden die einzelnen Ideen noch einmal sachlich diskutiert und beurteilt.

Brainstorming ist also eine sinnvolle Methode, wenn in Gruppen neue Ideen benötigt werden. Aber auch alleine können Sie diese drei Phasen durchlaufen und entwickeln so vielleicht DIE Idee für Ihr eigenes Buch. Probieren Sie es doch einfach mal aus!

Brainwriting ähnelt stark der Methode des Brainstormings und unterscheidet sich nur darin, dass jeder Teilnehmer für sich die eigenen Ideen verschriftlicht. Das hat den Vorteil, dass keine Vorschläge in der Diskussion untergehen können, da sie schriftlich fixiert sind. Diese Methode wird häufig in den Bereichen Werbung und Journalismus eingesetzt.

Die Mind-Map

Eine Mind-Map zum Thema Buch Schreiben kann helfen, um das Thema strukturierter anzugehen.

Die Methode der Mind-Map wurde in den 1960er Jahren von dem englischen Psychologen Tony Buzan entwickelt. Eine Mind-Map ist eine kognitive Arbeitsweise, die man zum Beispiel zum Erschließen und visuellen Darstellen eines Themengebietes, aber auch für Mitschriften oder zum Planen nutzen kann. Das Prinzip der Assoziation steht an dieser Stelle im Mittelpunkt und soll die freie Entfaltung von Gedanken und die Fähigkeit des Gehirns zur Kategorienbildung nutzen. Zunächst wird das zentrale Thema in der Mitte eines unlinierten Papiers notiert, woraufhin man davon ausgehend Äste zeichnet und mit den Hauptthemen, ähnlich den Kapitelüberschriften eines Buches, beschriftet. Daran schließen sich nach außen hin immer dünner werdende Zweige, die ebenfalls mit Begriffen versehen werden, an. Die Mind-Map ist dann fertig, wenn sie aus der Sicht des Autors final ist. Diese Technik kann nicht nur zur Ideenfindung genutzt werden, sondern auch bei der Prüfungsvorbereitung, beim Entwurf eines Vortrags, zur Planung und Organisation oder auch zur Struktur von Sachtexten oder Geschichten für ein eigenes Buch eine wertvolle Hilfe sein.

Durch den selbst strukturierten Aufbau hat die Mind-Map den Vorteil, dass sich ihre Inhalte sehr gut im Gedächtnis einprägen. Mittlerweile gibt es auch eine Vielzahl an Programmen, mit denen man Mind-Maps erstellen kann, zusätzlich ist aber natürlich auch die altmodische Methode mit Papier und Stift möglich. Grundsätzlich ist es egal, mit welchem Genre Sie es bei Ihrem eigenen Buch zu tun haben: Fachliteratur, aber auch Romane können mit einer Mind-Map als Basis eine Hilfe sein, um eine erste Struktur zu erstellen. Lassen Sie Ihren Gedanken einfach freien Lauf.

Alles steht Kopf - mit der Kopfstandmethode

Ein Beispiel für die Kopfstandmethode wenn Sie ihr eigenes Buch schreiben

Und nun wird es mit der nächsten Methode ein wenig verrückt - der Kopfstandmethode, auch bekannt als Umkehrtechnik. Ja, richtig gelesen. Keine Sorge, nicht Sie müssen sich auf den Kopf stellen, sondern Sie müssen das mit der Fragestellung tun. Diese bekannte Kreativitätstechnik ist verwandt mit der Provokationstechnik von Edward de Bono, einem britischen Kognitions- wissenschaftler und Schriftsteller. Wollen Sie zum Beispiel einen Fantasyroman schreiben und suchen dahingehend nach einem spannenden, fantasievollen Einfall für das eigene Buch, können Sie die Fragestellung umdrehen und eine Antwort suchen auf “Was langweilt die Leser?” oder “Wie schreibe ich einen möglichst fantasielosen Roman?”. Häufig fallen einem auf solche negativ geprägten Fragen sehr viel mehr Antworten ein. Diese gefundenen Antworten stellt man danach einfach auf den Kopf, indem man das Gegenteil formuliert. Vermeiden Sie dabei negative Begriffe in den Antworten wie “nicht” oder “kein”. Die Formulierungen können Sie ruhig auf die Spitze treiben, denn je verrückter, desto besser.

Von Träumern, Machern und Kritikern - Die Walt-Disney-Methode

Mit der Walt-Disney-Methode versetzt man sich beim schreiben eines Buches in verschiedene Positionen hinein.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und daher oft in seiner recht starren Denkweise verankert. Eine Hilfestellung könnte hier die Walt-Disney-Methode sein. Sie geht auf Robert Brian Dilts zurück, der über den berühmten Filmproduzenten und Trickfilmzeichner Walt Disney schrieb: “…tatsächlich gab es drei Walts: den Träumer, den Realisten und den Spielverderber.” Daraus leitete man die bekannte Kreativitätstechnik ab, die sowohl alleine als auch im Team durchgeführt werden kann und besonders für die Planung eines eigenen Buchprojekts geeignet ist. Sie versetzen sich nacheinander in drei verschiedene Rollen: der Träumer, der Realist bzw. der “Macher” und der Kritiker. Ziel ist also eine Betrachtung aus drei verschiedenen Perspektiven.

  1. Der Träumer: Gehen Sie davon aus, dass alles möglich ist und denken Sie ohne Grenzen. In dieser Rolle gehen Sie von einer idealen Welt aus und enthalten sich eines praktischen Urteils zu einer Idee. Sind Sie visionär und optimistisch veranlagt, wird Ihnen diese Rolle leicht fallen.
  2. Der Realist: In dieser Rolle betrachten Sie das Thema von der praktischen Seite und denken weder sehr positiv noch kritisch, also nehmen Sie eine neutrale Position ein. Überlegen Sie pragmatisch, wie man die Umsetzung realistisch durchführt und was dafür alles zu tun ist.
  3. Der Kritiker: Als eine Art Qualitätsmanager und Fragensteller unterwerfen Sie alles einer Prüfung. Probleme, Stolpersteine und Widersprüche sollen aufgedeckt werden.

Je nachdem, welcher Persönlichkeitstyp Sie sind, wird Ihnen die ein oder andere Rolle schwerer fallen. Während Träumer eher Probleme haben werden, die Rolle des Kritikers einzunehmen, wird es andersherum betrachtet Kritikern schwer fallen, Visionen zu haben und möglichst frei ohne jegliche Grenzen zu denken.

Für eine gute Idee für Ihr eigenes Buch können Sie jede dieser Techniken einmal ausprobieren. Alles, was Sie dafür brauchen, sind Stift und Papier. Sie werden merken, dass Sie mit einigen Methoden besser zurechtkommen als mit anderen. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Ausprobieren und gutes Gelingen!

Schon die zündende Idee finalisiert?

Haben Sie bereits ein druckfertiges Manuskript und planen schon den Druck Ihres eigenen Buches? Im Beitrag zur Planung Ihres eigenen Buchprojekts haben wir auch Tipps für eine gut durchdachte Planung parat. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf, entweder per Mail an info@bis500druck.de oder telefonisch unter der ✆ 03677 - 46 92 43. Auf unserer Website unter https://www.bis500druck.de können Sie mit dem Kalkulator Ihren Auftrag für Ihr eigenes Buch oder andere Druckerzeugnisse konfigurieren.

Ihr bis500druck-Team

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